Tabakerhitzer, E-Zigarette, Shisha: Was die Alternativen zur klassischen Zigarette unterscheidet

Tabakerhitzer, E-Zigarette, Shisha: Was die Alternativen zur klassischen Zigarette unterscheidet

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Wer heute über Rauchen spricht, meint längst nicht mehr nur die klassische Zigarette. Neben E-Zigaretten und der Shisha hat sich in den vergangenen Jahren eine dritte Produktgruppe etabliert: Tabakerhitzer, oft auch als „Heat-not-Burn“-Systeme bezeichnet. Für viele Konsumenten ist der Unterschied zwischen diesen Kategorien nicht auf den ersten Blick klar. Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Begriffe ein und erklärt, wie die Technik funktioniert.

Verbrennen, Verdampfen, Erhitzen – drei verschiedene Prinzipien

Bei der herkömmlichen Zigarette wird Tabak bei Temperaturen von bis zu 900 Grad Celsius verbrannt. Dabei entsteht Rauch, der neben Nikotin eine große Zahl von Verbrennungsprodukten enthält.

Die E-Zigarette arbeitet grundlegend anders: Sie enthält keinen Tabak, sondern verdampft ein Liquid, das meist aus Propylenglykol, Glycerin, Aromen und – je nach Wahl – Nikotin besteht. Ein Heizelement erzeugt daraus ein Aerosol.

Die Shisha wiederum erhitzt angefeuchteten Tabak, in der Regel mit glühender Kohle, und leitet den Rauch durch Wasser. Das Wasser kühlt den Rauch, filtert ihn aber nicht in dem Maße, wie oft angenommen wird.

Tabakerhitzer liegen zwischen diesen Welten. Sie nutzen echten Tabak, verbrennen ihn aber nicht, sondern erhitzen ihn kontrolliert auf deutlich niedrigere Temperaturen – je nach System etwa 250 bis 350 Grad Celsius. Es entsteht ein tabakhaltiges Aerosol, aber keine Asche und keine Glut.

Wie funktioniert ein moderner Tabakerhitzer?

Das bekannteste System auf dem deutschen Markt ist IQOS von Philip Morris International. Ältere Modelle arbeiten mit einer Heizklinge, die in den Tabakstick eingeführt wird. Die aktuelle Generation IQOS ILUMA setzt dagegen auf Induktion: Im Inneren der dazugehörigen TEREA-Sticks befindet sich ein kleiner Metallkern, der vom Gerät per Magnetfeld von innen erwärmt wird.

Das hat praktische Folgen. Da keine Klinge mehr nötig ist, muss das Gerät nicht mehr gereinigt werden, und es bleiben keine Tabakreste zurück. Gleichzeitig sind die Sticks nicht untereinander austauschbar: TEREA-Sticks funktionieren ausschließlich mit ILUMA-Geräten, die älteren HEETS dagegen nur mit früheren IQOS-Modellen. Wer das Gerät wechselt, muss also auch die Sticks umstellen. Daneben gibt es weitere Systeme anderer Hersteller, etwa glo von BAT, mit jeweils eigenen Sticks.

Geschmacksvielfalt: von Tabak bis Menthol

Ein Grund für die Beliebtheit der Tabakerhitzer ist die große Auswahl an Geschmacksrichtungen. Die Varianten werden bei TEREA meist mit Farbnamen bezeichnet. Kräftigere Tabakprofile tragen Namen wie Amber oder Bronze, mildere heißen etwa Yellow oder Silver.

Besonders gefragt sind Varianten mit Frische-Note. Ein Beispiel ist TEREA Turquoise, das eine leicht geröstete Tabakmischung mit kühlem Menthol und zitronigen Akzenten kombiniert. Seit dem EU-weiten Verbot von Menthol-Zigaretten im Jahr 2020 gehören solche Varianten für viele ehemalige Menthol-Raucher zu den wenigen verbleibenden Optionen mit diesem Geschmacksprofil. Allerdings steht auch hier Regulierung im Raum: Für erhitzte Tabakprodukte gilt in der EU seit Ende 2023 ebenfalls ein Verbot charakteristischer Aromen, das die Hersteller mit veränderten Rezepturen umsetzen. Welche Varianten künftig im Handel bleiben, dürfte sich weiter verändern.

Was sagt die Forschung?

Die Frage nach der Gesundheit ist bei allen Alternativen die wichtigste – und zugleich die schwierigste. Studien zeigen, dass das Aerosol von Tabakerhitzern deutlich geringere Mengen bestimmter Schadstoffe enthält als Zigarettenrauch, weil keine Verbrennung stattfindet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat dazu bereits 2018 Messungen veröffentlicht, die das bestätigen.

Gleichzeitig betonen Gesundheitsbehörden, dass „weniger Schadstoffe“ nicht automatisch „harmlos“ bedeutet. Tabakerhitzer enthalten Nikotin, das stark abhängig macht, und Langzeitdaten liegen bislang nur begrenzt vor. Für Nichtraucher ist keines dieser Produkte eine sinnvolle Wahl. Diskutiert werden sie vor allem als mögliche Alternative für erwachsene Raucher, die nicht aufhören wollen oder können. Der gesündeste Weg bleibt der vollständige Rauchstopp.

Rechtlicher Rahmen und Kosten

In Deutschland unterliegen Tabakerhitzer dem Tabakerzeugnisgesetz. Für Werbung, Warnhinweise und Jugendschutz gelten damit ähnliche Regeln wie für Zigaretten: Der Verkauf ist erst ab 18 Jahren erlaubt, und Onlinehändler müssen eine Altersprüfung durchführen. Steuerlich wurde erhitzter Tabak 2022 der Zigarettensteuer angenähert, was sich in den Preisen bemerkbar gemacht hat.

Für den Preisvergleich lohnt es sich, nicht nur die einzelne Packung zu betrachten, sondern die Stange mit zehn Packungen. Viele Konsumenten bestellen ihre bevorzugte Sorte inzwischen online, etwa die TEREA Turquoise bei Capalus, um eine verlässliche Verfügbarkeit ihrer Variante zu haben. Wichtig ist dabei, auf einen seriösen Händler mit Altersverifikation und klaren Angaben zu achten.

Fazit

E-Zigarette, Shisha und Tabakerhitzer werden häufig in einen Topf geworfen, beruhen aber auf ganz unterschiedlichen Prinzipien. Die E-Zigarette verdampft ein tabakfreies Liquid, die Shisha erhitzt Tabak mit Kohle, und der Tabakerhitzer erwärmt echten Tabak kontrolliert, ohne ihn zu verbrennen. Wer sich für eine der Alternativen interessiert, sollte die Technik, die Kompatibilität der Sticks und die aktuelle Studienlage kennen – und sich bewusst sein, dass alle nikotinhaltigen Produkte abhängig machen.

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