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Vulkane KAMTSCHATKAS
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Kliuchevskoi
Einführung

Nord und Süd
von PP


Karymsky +
Tal der Geysire


Die Nordgruppe

Expeditionen
nach Kamtschatka


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Vulkane Kamtschatkas

Einführung

Am nordöstlichen Ende des großen Landes Russland befindet sich die Halbinsel Kamtschatka. Entstanden ist diese Halbinsel aufgrund plattentektonischer Ursachen beim Aufeinandertreffen der pazifischen Platte, die nach Nordwesten wandert und dabei unter die statische Asienplatte abtaucht. Durch die damit resultierende Subduktion sind auf der Halbinsel Kamtschatka Vulkanketten entstanden, wobei die westlichere Kette bis auf eine Ausnahme nicht mehr als vulkanisch aktiv bezeichnet wird, während die östliche Vulkankette sehr lebendig ist. Dort reihen sich vom Sheveluch im Norden bis zum Vulkan Mutnovsky im Süden eine ganze Reihe spektakulärer und recht unterschiedlicher Vulkane. Die Landschaft um diese Vulkane wird unter anderem durch geothermale Gebiete mit geprägt, wobei des "Tal der Geysire" sicher zu den bekanntesten und schönsten zählt.


Im Vorgarten (Nord und Süd) von Petropavlovsk (PP)

Quasi im Vorgarten von Petropavlovsk (PP) liegt der Stratovulkan Avachinsky, bzw. Avatcha (alle Vulkannamen haben verschiedenste Schreibweisen). Dieser 2751 m hohe und zuletzt 1991 stärker ausgebrochene Vulkan hat einen dampfenden Lavadom und ist im oberen Bereich ganzjährig vereist. Nur durch einen Sattel getrennt, liegt dem Avachinsky der Vulkan Koryaksky westlich gegenüber. Dieser Stratovulkan ist zuletzt 1956 stärker ausgebrochen.
Gut 80 km südlich von PP liegen die Vulkane Mutnovsky und Gorely dicht beisammen. Der Gorely mit einem derzeit türkisgrünen Säuresee in einem seiner Krater (1829 m) brach 1984 zuletzt aus, während der 2322 Meter hohe Mutnovsky 1996 zuletzt tätig war. Besonders am Mutnovsky ist, dass sich im aktiven und dampfenden Krater ein kleiner Gletscher breit macht, natürlich nur dort, wo der Boden nicht zu heiß ist.
Der Vulkan Ksudatsch gut 200 km südlich von PP ist mit seinem schweren Ausbruch 1907 an dieser Stelle auch erwähnenswert.

Avachinsky von PP aus gesehen Viluchinsky(c)Anreas Ramsler Mutnovsky(c)Andreas Ramsler
Bilder von Links oben: Avachinsky von PP aus gesehen; Viluchinsky (c)Andreas Ramsler; Mutnovsky (c)Andreas Ramsler
Gorely(c)Andreas Ramsler Semiachik(c)Andreas Ramsler Karymsk(c)Andreas Ramsler
Bilder von Links oben: Gorely (c)Andreas Ramsler; Semiachik (c)Andreas Ramsler; Karymsky (c)Andreas Ramsler

Vulkane im einsamen "Bärenland"

Rund 120 km nördlich von PP liegt eine 5 km Durchmesser weite Kaldera mit dem Vulkan Karymsky. Dieser mit etwas mehr als 600 Jahren noch sehr junge Kegel des Karymsky ist in den letzten Jahrzehnten fast permanent tätig. Starke Ascheeruptionen wechseln mit Phasen von strombolianischer Tätigkeit ab. Besonders hoch ist der Vulkankegel mit 1486 m noch nicht, dafür ist die Landschaft mit der Kaldera, in der übrigens auch ein See zu finden ist, sehr spektakulär. Durch die Abgeschiedenheit fühlen sich die großen Kamtschatka Braunbären dort recht wohl.
Ein guter Tagesmarsch weiter nördlich befindet sicher der 1560 m hohe Vulkan Semiachik mit einem fantastischen blauen Säuresee in seinem Krater. Nur eine neue Eruption wie zuletzt 1952 wird diesen Anblick in einsamster Natur vorübergehend zunichtemachen.
Weiter nach Norden befindet sich die geothermale Gegend "Tal der Geysire" und die dampfende Uzon Kaldera im Kronotsky Nationalpark. Dieser Name stammt vom Vulkan Kronotsky (3528 m), der 1923 zuletzt ausgebrochen war. Das Besondere im Nationalpark sind die vielen Geysire und heißen Springquellen, um die sich die Landschaft in schillerndsten Farben - teils durch Algen, teils durch Mineralien - zeigt.
Weiter nördlich liegt die Vulkangegend Tolbachik. Dort befindet sich zum einen der 3682 m hohe Stratovulkan Ostry Tolbachik und der Ploski (flache) Tolbachik. Von 1975 bis 1976 entstandenen 18 km südlich des Ploski Aschekegel entlang einer eruptierenden Spalte. Bei der vorhergesagten und durch Vulkanologen beobachteten Entstehung dieser Aschekegel schoss die Lava bis zu 2,5 km in den Himmel, feine Aschen sogar bis in 12 km Höhe. Die Kegel wuchsen während des Ausbruchs 100 bis max. 330 Meter hoch und viel Natur wurde in diesem Gebiet zerstört.

Wanderer Uzon Kaldera Bären Uzon(c)Andreas Ramsler
Bilder von links oben: Wanderer in der Uzon Kaldera; Bären; Bären und Heiße Quellen in der Uzon Kaldera (c)Andreas Ramsler
Maar in der Uzon Kaldera Heiße Quellen in der Uzon Kaldera Tal der Geysire
Bilder von links oben: Maar in der Uzon Kaldera; Heiße Quellen und kochende Schlammtöpfe in der Uzon Kaldera; Das Tal der Geysire

Die eisigen Riesen

Dort, wo der Kamtschatka Fluss den Verlauf von Süden nach Norden gen Osten verändert, liegen eng beieinander die hohen und eisigen Vulkanriesen Kliuchevskoi (4835 m), der nicht mehr aktive Kamen (4585 m) und der sehr lebendige Vulkan Bezymianny (2882 m). Letzterer ist in den letzten Jahren oft tätig gewesen, wobei in dem unbesiedelten Gebiet nicht viel an Schaden für Menschen entstehen kann. Wohl aber für die Vegetation und die Tiere. Der Kliu ist nicht minder tätig in jüngster Zeit und hat schon einige große Lavaströme hervorgebracht. Leider ist der Kliu durch seine technisch anspruchsvolle Besteigung und das raue Klima einigen Bergsteigern zum Verhängnis geworden.
In Sichtweise dieser Vulkangruppe liegt nun nördlich des Kamtchatka Flusses der 3283 m hohe Vulkan Sheveluch. Dieser Vulkan ist wie auch die Vulkangruppe südlich ein Stratotyp mit oftmals zähflüssig ausquellender Lava, was als Dombildung bezeichnet wird. Der Sheveluch ist auch in den letzten Jahren fast dauertätig.

Der flache Bezymianny im Vordergrund Kamen und Kliuchevskoi Kliuchevskoi(c)Andreas Ramsler
Bilder von links: Der flache Bezymianny im Vordergrund; Vulkangruppe Kamen (vorne) und Kliuchevskoi (links hinten) Bezymianny (rechts); Der Kliuchevskoi (c)Andreas Ramsler
Tolbachik(c)Andreas Ramsler Shevelutch(c)Andreas Ramsler Mil Mi 8
Bilder von links: Der Vulkan Tolbachik (c)Andreas Ramsler; "Pyroclastic Flow" am Shevelutch (c)Andreas Ramsler; ohne den Heliservice mit Mil Mi 8 get nicht viel in Kmatschatka

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