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Vulkane INDONESIENS
Seiteninhalte:

Feuerwerk am Krakatau
Einführung

Vulkane Westjavas

Vulkane Ostjavas

Balis Götterberge

Sundainseln

Sulawesi + Halmahera

Reisen nach Indonesien

Links
Vulkane Indonesiens

Einführung

Das riesige Land Indonesien, bestehend aus unzähligen kleinen und großen Inseln die die Fläche der BRD übersteigen, ist derzeit das viertbevölkerungsreichste Land auf der Erde und ein Schmelztiegel der Kulturen. Verschiedene Religionen haben so bedeutende Tempel wie den von Borobudur und Prambanan hervorgebracht und noch heute ist der praktizierte Götterglaube in vielen Teilen Indonesiens einer der Hauptanziehungspunkte für Reisende.
Daneben besticht die Natur mit spektakulären tätigen Vulkanen, grünster Tropenvegetation, Koralleninseln, weißen Stränden und besonderen Tieren wie beispielsweise Riesenflughunden oder dem Komodovaran.


Für Vulkanologen ist die indonesische Inselwelt ein wahrhaftes Paradies, denn kaum ein anderes Land verfügt über so viele aktive Vulkane. Von diesen eruptierten alleine in den letzten 100 Jahren mehr als 60 und auch heute speien einige ständig glühende Lava und Asche. Die starke vulkanische Aktivität in Indonesien ist auf das Aufschmelzen der australischen Erdplatte zurückzuführen. Diese versinkt im Java-Graben unter die asiatische Kontinentalplatte mit einer Geschwindigkeit von mehreren Zentimetern pro Jahr. Die Folge sind Gebirgsbildung, Erdbeben, und Vulkanausbrüche, die teils mehrere Tausend Menschenleben forderten. So 1883 bei der Explosion des Krakatau, 1815 beim Ausbruch des Tambora (geschätzt wurden 90.000 Tote), oder 1963 beim Ausbruch des Agung auf Bali.


West-Java

Vor der Westküste Javas, also zwischen Java und Sumatra liegt einer der Vulkanklassiker, der 1883 explodierte Krakatau. Im Jahr 1926 wuchs in den Trümmern der Krakatau Kladera eine neue Vulkanspitze aus dem Meer empor, Anak Karakatau.

krakatau krakatau krakatau
Bilder: Eruptionen bei Nacht 2010.

Sonderseite KRAKATAU


Im Westen Javas sind einige hoch interessante Vulkane zu erleben. Von West nach Ost betrachtet sind das u.a.: Salak, Gede, Tankubanparahu, Papandayan, Guntur, Galunggung und Slamet.

Papandayan Papandayan Slamet
Bilder von Links: Solfatare des Papandayan; Mineralsee am Papandayan; Brennendes Gas im Krater des Slamet

Ost-Java

Im Zentrum Javas liegt das Dieng-Plateau mit einem sogenannten Komplexvulkan, der aus mehreren Vulkanbauten besteht, die von Zeit zu Zeit ausbrechen. Unmittelbare Nachbarn dieses Plateaus sind der zuletzt 1971 ausgebrochene Vulkan Sundoro und der Sumbing. Gut 200 Jahre ohne Ausbruch ist der Merbabu, was man von seinem Gegenüber, dem 2911 Meter hohen und schwer zu besteigenden Merapi nicht behaupten kann. Durch seine häufigen Ausbrüche in den 90er Jahren kam der Merapi immer wieder in die Schlagzeilen und auch zu Beginn des neuen Jahrtausends zeigt er sich überaus lebendig. Durch seine andauernde Tätigkeit ist dieser Vulkan auch für Beobachter sehr beliebt geworden, was dazu geführt hat, dass unter den durch heiße Glutaschenwolken und Schlammströmen geforderten Opfern auch unvorsichtige Touristen gewesen sind. In diesem Gebiet befinden sich die prächtigen Tempel von Borobudur (buddhistisch) und Prambanan (hinduistisch), die die Bezeichnung “Weltwunder” verdient hätten.

Merapi bei Nacht Merapi Merapi Süd
Bilder von Links: Der glühende Dom des Merapi bie Nacht; Rauchender Merapi; Aufstieg an der Südflanke des Merapi
Merapi, Copyright (c) Martin Rietze Merapi, Copyright (c) Martin Rietze Merapi, Copyright (c) Martin Rietze
Bilder von Links (alle 3 Copyright (c) Martin Rietze): Rauchender Merapi; blaue Gasflamme bei Nacht; Dom des Merapi bei Nacht

Ungefähr 200 km weiter östlich liegt der oft ausbrechende Vulkan Kelut (1731 m). Allein in diesem Jahrhundert ereigneten sich 5 fatale Explosionen. Etwas nördlich befindet sich der 3339 Meter hohe Stratovulkan Arjuno-Welirang und weiter im Osten der sehr bekannte Krater des Bromo. Dieser häufig brodelnde Krater liegt im Zentrum der beeindruckend großen und schönen Tengger-Kaldera, deren Rand einen ausgezeichneten Ausblickspunkt in respektvoller Entfernung bietet. Nur während schwächerer Tätigkeitsphasen des Bromo ist eine Wanderung über den flachen Kalderaboden und hinauf zu dem aktiven Kraterschlund möglich. Diese ”Pilgertour” unternehmen dann auch viele Einheimische, die den Vulkan mit in den Krater geworfenen Opfergaben milde stimmen wollen. Es ist sogar ein kleiner Tempel am Fuße dieses keine 200 Meter hohen Vulkankegels errichtet worden.
Ebenfalls im Tengger-Massiv liegt in Sichtweite des Bromo der Semeru. Der auch als Mahameru bekannte Vulkan ist mit 3676 Metern der höchste Berg Javas und durch seine häufigen Ausbrüche sehr gefürchtet. Nach unserer tollen Begegnung mit diesem spektakulären Vulkan 2005 war es allerhöchste Zeit für eine

Sonderseite SEMERU


Auf dem Weg zum Ostzipfel Javas befindet sich der ruhende Stratovulkan Lamongan.
Dagegen ist der Raung mit seinen 3332 m Höhe fast kontinuierlich explosiv tätig. Er liegt auf dem Ijen Plateau wie sein interessanter Nachbar Kawah Ijen. In dessen steilwandigem Krater wird kommerziell Schwefel abgebaut, obwohl manchmal die Gefahr von Wasserdampfexplosionen (wie 1997) besteht. Das geschieht durch den Kontakt von heißem Erdgestein mit dem Wasser des Säuresees am Kraterboden.

Schwefelträger am Ijen Schwefelfeuer am Ijen Schwefelfeuer am Ijen
Bilder von Links: Schwefelträger am Kawah Ijen; Blaue Gasflamme bei Nacht am Ijen; Schwefel verbrennt am Ijen (7/2008)

Balis Götterberge

Im Osten Balis liegen die zwei aktiven Vulkane dieser malerisch grünen Insel. Der Gunung Batur ist wie der Bromo ein Vulkankegel in einer riesigen Kaldera. Diese schließt in ihrem Südostteil einen malerischen See ein. Viele Eruptionen - auch 1999/2000 – kennzeichnen diesen Vulkan, die einige Dörfer und hunderte der kleinen Tempel in der Kaldera zerstörten. Magmatologisch ist dieser Vulkan durch das in Indonesien seltene Auftreten eines Lavasees im Krater (wie zuletzt 1928) sehr interessant.
Als im März 1963 im Tempel Besakih am Fuß des mächtigen Gunung Agung die Hundertjahrfeier zu Ehren des sehr heiligen Eka Desa Rudra vorbereitet wurde, brach der Vulkan mit aller Heftigkeit aus und tötete viele Menschen. Die Meinungsverschiedenheiten der Priester über das richtige Datum der sich nach dem balinesischen Mondkalender richtenden Zeremonien und die Einmischung des damaligen indonesischen Präsidenten Sukarno hatten die Götter erzürnt, wie man glaubte, und das Unheil gebracht. Hier zeigt sich exemplarisch, wie bedeutungsvoll der Götterglaube für die Balinesen ist.

Batur Batur Kaldera Agungspitze
Bilder von Links: Vulkan Batur; Kratersee in der Batur Kaldera; Am Kraterrand des Agung auf Bali

Kleine Sundainseln + Sulawesi

Mit Bali beginnen nach Osten die kleinen Sundainseln. Dieses Archipel ist mit seiner Unterwasserwelt (Riffe), spektakulären Tieren wie der Komodowaran und Flughunde sowie durch die atemberaubende Landschaft ein Naturparadies.
Bedeutende aktive Vulkane sind auf der Insel Lombock der 3726 m hohe Rinjani (tätig 2004). Mehr zum Rinjani auf der

Sonderseite RINJANI

Gleichfalls berühmt ist der Tambora (2850 m) auf der Insel Sumbawa, der 1815 den gewaltigsten Vulkanausbruch in historischer Zeit hatte. Der Sangeang Api (1949 m) vor der Küste Sumbawas war 1999 tätig, während auf der kleinen Insel Komodo schon lange kein Vulkan ausgebrochen ist, sehr zur Freude der Komodowarane.

Tambora Komodovaran Kelimutu
Bilder von Links: Krater des Tambora; Komodovaran auf Komodo; Kraterseen des Kelimutu auf Flores
Batu Tara 2011 Batu Tara 2011
Bilder: Batu Tara 2011

Sulawesi + Halmahera

Auf der Insel Halmahera liegen die aktiven Vulkane Gamkonora, Ibu und Dukono. Die 2 letzteren sind seit eingien Jahren xplosiv dauertätig. Leicht zu erreichen udn zu besteigen sind alle dieser Vulkane nicht.
Am Nordende Sulawesis befinden sich die aktiven Vulkane Soputan, Lokon Empung, Ambang, Mahawu und Tangkoko. Dann folgen auf den Inseln weiter nörlich noch mehr aktive Vulkane, wie z.B. der Ruang, der Karangetang und der Awu.

Indonesien 2014 (c)VEI Soputan 2004 (c)VEI Dukono 2004 (c)VEI
Impressionen oben: Der Dom des Soputan 2014 und erheblich kleiner 2004 rechts daneben; Aschesturm am Kraterrand des Dukono 2004
Indonesien 2014 (c)VEI Indonesien 2014 (c)VEI Indonesien 2014 (c)VEI
Bilder von links: Ascheeruption am Dom des Ibu bei Tag und bei Nacht (c)VEI 2014
VIDEO: KRATERBLICK IN DEN EXPLODIERENDEN DUKONO 2014
youtube (http://youtu.be/ADCe45j4lG8)
Indonesien 2014 (c)VEI Indonesien 2014 (c)VEI Indonesien 2014 (c)VEI
Bilder: Glühender Auswurf am Dukono; Gaswolken über dem Dukono; Kraterblick bei Nacht (c)VEI 2014
Indonesien 2014 (c)VEI Indonesien 2014 (c)VEI Indonesien 2014 (c)VEI
Impressionen oben: Blick in den explosiv eruptierenden Dukono (c) VEI 2014

Dom des Karangetang 2010 Lokon 2010(c) Knoblauch
Bilder: Glühender Dom des Karangetang 2010; Lokon 2010(c) Knoblauch

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Links zu anderen Seiten:

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  • Volcanological Survey of Indonesia (http://www.vsi.esdm.go.id)


  • Vulkanforschung (Observatorium) in Indonesien (http://www.vsi.dpe.go.id)


  • Online Landkarten und Stadtpläne von Indonesien (http://www.weltkarten.com)

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