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Reisebildbericht CHILE 2012

CHILE Reisebericht:
Dieses friedliche und sehr vielseitige Land ist ein Reiseparadies. Da sich Chile über 4000 km erstreckt ist es klimatisch extrem vielseitig. Vom der Antarktis bis in die heißen Wüsten des Nordens ist alles vorzufinden. Und überall gibt es Vulkane, da Chile zum Pazifischen Ring of Fire gehört. Das Reisen ist recht einfach in Chile, egal ob individuell oder als Gruppe organisiert. Die Menschen sind sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und friedlich.

Unsere Reise hatte einemal die südliche Region vom Vulkan Chaiten bis hoch zum Villarrica als Ziel und die Region südlich von Santiago die Vulkane Descabezado, Planchon, San Jose und schließlich als Abschluss Tupungato/Tupungatito umfassend. Zu einigen dieser Vulkane sind folgend Bildblöcke und Artikel zu finden. Mehr dann beim nächsten Vulkanfreundetreffen. Insgesamt ist noch anzumerken, dass wir bei 6 Wochen unterwegs nur 2 Regentage hatten, also wahnsinniges Glück mit dem Wetter, wie auch mit allen anderen Umständen und Begegnungen.


PUYEHUE

Der 2011 aktivste Vulkan in Chile war unser erstes Ziel. Da ran zu kommen war recht schwer, denn die Landschaft hatte sehr weiträumig unter den anhaltenden Eruptionen der vergangenen Monate starke Verwüstungen erlebt. Entsprechend mühsam war der Zugang. .....

Puyehue Puyehue Puyehue
Zu den Bildern: Kilometerhohe Aschewolke über dem Puyehue; Leute waten durch angeschwemmten Bimstein am Seeufer; Eruption am Abend
Puyehue Puyehue Puyehue
Zu den Bildern: Glühende Lockerstoffe werden ausgeworfen; Der Explosivkegel in Aktion; eingestaubte Landschaft

VILLARRICA

Dieser wunderschöne Stratovulkan mit ca. 2870 Metern ist auch seit langer Zeit dauertätig. Besonder ist, dass er im relativ kleinen Krater oft Lavaseetätigkeit hat. Dann wieder spuckt er in kurzen Phasen heftig Lava aus. Auch Lavaströme gab es in den letzten Jahrzehnten auch. Bei unserem Besuch glänzte Villarrica mit einem rotglühenden Schlot in der Nacht. Sehr bizarr und malerisch schön. Für Nachtaufsiege sind allerdings offiziell Sondergenhemigungen aus Sicherhtsgründen einzuholen. Immerhin ist Villarrica ein Vulkan mit viel Eis, steilen Flanken und Gletscherspalten.

Villarrica Villarrica Villarrica
Zu den Bildern: Blick vom Vulkan Quetrupillan zum Villarrica; Glühender Schlot des Villarrica am Morgen
Villarrica Villarrica Villarrica
Zu den Bildern: Nachts glüht der Lavasee des Villarrica; Sterne über dem Berg; Blick vom Pucon See auf Villarrica bei Nacht

OSORNO

Der Vulkan Osorno gilt als einer der schönsten Stratovulkane der Welt. Seine Spitze (2650 m) ist extrem steil und vergletschert. Der letzte Ausbruch fand 1869 statt. Eine Besteigung ist nur für Seilschaften erlaubt und sinnvoll, denn schon zu oft hat es am Osorno tödliche Unfälle gegeben. Gletscherspalten und die schire Steilheit von bis zu 70 Grad im oberen Teil bergen Risiken. .....

OSORNO Osorno Gipfel des Osorno
Zu den Bildern: Blick auf den Osorno aus der Ferne; oberhalb des Skibetriebs wird es steil am Vulkan; Blick vom Gipfel auf die Nachbarvulkane und Seen

CHAITEN

Südlich von Puerto Montt liegt der Vulkan Krater des Chaiten. Bis 2010 war der unscheinbare Vulkan nicht als Bedrohung wargenommen worden, denn er galt als erloschen.
Die Eruption des Chaiten hat die Bevölkerung der kleinen Stadt von 5000 auf 1000 Einwohnern reduziert. Eigentlich sollte die Stadt mit einem Neuaufbau an einen sichereren Ort verlegt werden, aber die meisten Einheimischen glauben nicht an diese Umsetzung. Im Gegenteil, viele wollen es auch gar nicht. Stattdessen baut man die alte Stadt wieder auf, was sich mit dem nächsten Ausbruch als Fehler herausstellen könnte.

Chaiten chaiten Chaiten
Zu den Bildern: Verwüstetes Gelände um den Chaiten; der neue Dom des Chaiten dampft stark; Teile der Stadt Chaiten sind durch Lahars zerstört worden

DESCABEZADO / PLANCHON / SAN JOSE

REISEBERICHT ... Dann auf einer überraschend guten Piste hoch zum Planchon. Dort habe ich glücklicherweise einen Lift im Pickup eine Staubbiste hoch zum Vulkan bekommen und so, statt 15 km Aufstieg dorthin, nur 5 km Wandern absolviert. Von dort habe ich dann bis zum Abend, vorbei an einer tollen Lagune, noch gut 4 Stunden bis zum Basiscamp gebraucht. Am folgenden Morgen folgte der Gipfel-Aufstieg, fast so steil wie im Klettergarten und dann noch über einen exponierten Grad, uffzz! Die Belohnung war der Blick auf die dampfenden Krater des Vulkans Planchon aus ueber 4000 Meter Höhe - Atem braubend.
..... Dann bin ich weiter zum Descabezado Massiv. Ein riesiger Nationalpark mit abwechslungsreicher Landschaft und Natur. Da gab es netterweise eine Refugium in 1200 m Höhe als Basis, auch zum sicheren Auto parken. Anfahrt auf der Piste kein Problem. Vom Refugium war es dann eine harte 10 Stunden Tour zum Hochlager 1. Das Basislager habe ich einfach überlaufen, was keiner im Vorfeld für möglich gehalten hatte. Andere Bergsteiger gab es im Hochlager 1, die mich dann nachts als Routenkenner ein Stück mitgenommen haben. Bei Helligkeit bin ich dann weggezischt, hab mich dabei aber auch leicht verstiegen - egal. Um 10 Uhr hatte ich die 2000 Hoehenmeter hinter mir und wieder einmal einem tollen Blick in einen Krater und zum Nachbarvulkan Azul. Den habe ich dann am Nachmittag besucht. Also wieder runter auf 2600 m und wieder hoch auf 3100 m. Waren dann weit über 2500 rauf und runter in 13 Stunden Trekking. Die Landschaft grandios. Vom Hochlager bin ich auch wieder an einem Tag zurück zum Auto, also nochmal 9 Stunden auf den Beinen mit Gepäck unterwegs.
.... Vulkan San Jose...
Der Aufsteig vorbei am Refugium (normal Nacht Nr. 1) direkt bis zum Camp 1 auf 4300 m war ja noch relativ einfach. Dann hatte ich aber verschlafen (Wecker im Sturm nicht gehört) und dazu ist mir beim Temperatursturz in der Nacht das Trinkwasser teils eingefroren. Im toll warmen Schlafsack eingepackt hatte ich das gar nicht gemerkt. Also bin ich viel zu spät um 6:30 los. Hoch, immer auf Routensuche durch übles Gelände mit Blöcken, Geröll und gefrorenem Sand, teils über Gletscher mit Geröll und Blockbedeckung. Kaum ein Tritt hatte gesessen, immer nur Rutschen und Wackeln. Dazu Eiswind und Eiswasser aus der Flasche.
''Endlich näher am Gipfel sehe ich das erwartete Problem kommen, erste Eiswolken bilden sich. Von da an beginnt das Wettrennen mit den Wolken. Eine 3 er Bergsteigergruppe überhole ich auf 5300 Meter Höhe. Ich renne was das Zeug hält, bis zur Erschöpfung und immer mit zuwenig Trinken. Unter mir zieht der Berg zu, es stürmt zum heulen. Punkt 12 Uhr stehe ich dann endlich am Krater auf ueber 5800 m Hoehe, zu erschoepft um zu jubeln. Schnell 2 Fotos.'' ...
Um 12:15 hatte ich dann umgedreht und keine 10 Minuten spaeter war der Berg zu. Unheimlich. 2 von den 3 Bergsteigern kamen mir eine gute Stunde unter dem Gifel entgegen. Ich fragte mich, warum die noch beim Aufsteig sind - irre. Einen fand ich weiter unten im Schnee, der hatte aufgegeben. Reden konnte der nicht mehr vor Müdigkeit. ... Im leichten Schneetreiben stieg ich mühevoll ab. Dank GPS hatte ich keine Angst mein Lager nicht wieder zu finden, aber Respekt htte ich dort oben schon. Besonders in den Gletscherabschnitten galt es sehr gut aufzupassen. Um 15 Uhr hatte ich dann mein Zelt wieder erreicht. Auch aufgetautes Wasser hatte ich vorgefunden, obwohl es draußen nun wieder weit unter Null war. Die Sonne bis zum Mittag hatte das Wasser im Zelt aufgetaut. ...
Der Abstieg war dann insgesamt relativ leicht.
... ''Nun bin ich im Ort San Jose und habe mich eben bei der Polizei mit allen Permits fuer 7 Tage abgemeldet. So lange werde ich ab Morgen gen Tupungatito und Tupungato unterwegs sein. Wenn dann das Wetter passt, den heute ziehen Wolken vom Pazifik hoch. Alle Berge sind zu. Na ja, da habe ich ja was vor!? Alleine das Schleppen wird eine tolle Sache :-)) '' ...

Chile 2012 Chile 2012 Chile 2012
Zu den Bildern: Planchon-Peteroa Krater; Blick vom Descabezado (4000 m) auf Azul und Quizapo Krater; San Jose (5830 m), so hoch wie Kilimajaro

TUPUNGATITO / TUPUNGATO

Östlich von Santiago de Chile befindet sich das Maipo Tal, von diesem ist zweigt das Tal des Rio Colorado ab. Ein spektakulär errodiertes Tal mit einem schäumend braunen Fluß. Ein Elektrizitätswerk ist dort installiert, dazu eine Mine. Um also in deren Betriebsgelände hoch gen Tupungatito udn Tupungato zu gelangen, braucht es einige Genhemigungen und Behördenstempel. Wenn das alles erledigt ist, dann kann grandioses Trekking von ca. 2200 m Höhe bis 6570 m Höhe beginnen. Die Fotos unten sollen dafür sprechen!
Der Tupungato ist ein alter und nicht mehr akitver Vulkankomplex direkt auf der argentinischen Grenze. Seine Flanken sind sehr zerfurcht und oben recht steil. Dazu komen viele kleine tückische Gletscherfelder und Eisscharten. Der Tupungatito ist der direkte Nachbar vom Tupungato und reicht mit seinen Kratern auf ca. 5600 m Höhe, bzw. ältere Spitzen des Vulkanmassives hoch bis in 6000 m Höhe. Tupungato beherbergt in einem seiner 4 jungen Gifelkratern einen giftgrünen Kratersee, der in dem Klima dort immerhin 35 Grad Celsius warm ist. Dieser See ist ein Augenschmaus.

Chile 2012 Chile 2012 Chile 2012
Zu den Bildern: Sinterterrassen auf dem Weg zum Tupungato; Der 6570 m hohe Vulkan in Abendrot; Basiscamp auf 4800 m Höhe
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Zu den Bildern: Der wunderbar grüne Säuresee (ca. 35 Grad Celsius warm) des Tupungatito
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Zu den Bildern: Int. Expeditonsteam (super nette Leute) von Glaziologen; Blick auf die Gipfelregion; Hochlager von Chris auf 5600 m Höhe
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Zu den Bildern: Blick vom Tugungato auf den Tupungatito Komplex und angrenzende Gletscher (Spitzen reichen bis in ca. 6000 m Höhe); Eisformationen

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